Neuer Lebensraum - für Insekten, Schmetterlinge & Co.
In Igersheim schaffen wir auf verschiedenen Flächen neue Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. An diesen Grünflächen werden Schilder aufgestellt, die kurz und knapp erklären, warum die jeweiligen Arbeiten notwendig sind und welchen Nutzen diese zukünftig liefern.
Informationsschild zur Kennzeichnung von Igersheimer Blühflächen
"Natur nah dran"-Flächen in Kooperation mit dem NABU
Für mehr blühende Vielfalt und eine Steigerung der Artenvielfalt werden im Rahmen des Kooperationsprojektes "Natur nah dran" ausgewählte Igersheimer Flächen gemeinsam mit Vertretern des NABU sowie eines Naturfachplaners in artenreiche Lebensräume umgestaltet.
In Igersheim fiel die Auswahl auf folgende Flächen:
- Stirnseitig zur Großsporthalle
- Grünfläche bei den Parkplätzen der Erlenbachareals (parallel zum Radweg nach Bad Mergentheim)
- Rasenfläche bei der ehemaligen Volksbank (Einfahrt Altenbergring)
- Verkehrsinseln Einfahrt Altenbergring
Seit Mitte September 2026 werden die im Rahmen des NABU-Projekts „Natur nah dran“ ausgewählten Flächen in Igersheim vorbereitet, die mit Wildpflanzen insektenfreundlich umgestaltet werden. Das bedeutet, dass sie zum Teil ausgebaggert und mit einem Gemisch aus Schotter und Kompost wieder aufgefüllt werden. Dies ist nötig, damit die Wildblumen und Wildstauden dort gedeihen können – sie benötigen einen sehr mageren Boden, um optimal wachsen zu können.
An manchen Standorten wird die Erde an Ort und Stelle belassen, umgegraben und dann mit Wildpflanzen bestückt. Diese Methode ist weniger aufwändig, es dauert aber länger bis sich die Wildpflanzen großflächig etablieren. Teilweise wird allerdings auch der Boden ausgetauscht, sodass die im Boden schlummernden Samen von weniger erwünschten und sich schnell ausbreitenden Pflanzen (z. B. Melde, Knöterich) entfernt werden.
Die „Natur nah dran“-Flächen sind nicht mit den Schottergärten zu verwechseln, die für Insekten und Vögel nutzlos sind. Zwar kommt in einige Projekt-Flächen ebenfalls grobes Material, aber immer in Kombination mit feinen Anteilen, wie Sand oder Schluff, die gewährleisten, dass die Samen ausreichend Bodenkontakt haben und Wurzeln sich ausbilden können. Ergänzt wird das mineralische Substrat durch Grünschnittkompost. So können Wildpflanzen gedeihen, die in einem Schottergarten kaum eine Überlebenschance hätten.
Zeitlicher Ablauf
- Antragstellung erfolgte im Januar 2026
- Projektzusage im März 2026
- 1. Schulung in Durmersheim im April 2026
- Flächenauswahl & Detailplanung mit Naturfachplaner (Mai - Juli 2026)
- 2. Schulung in Mauer Ende September 2026
- Flächenvorbereitung September/Oktober 2026
- Flächenanlage Anfang November 2026
- Pflegeworkshops und Austauschrunden folgen im Frühjahr
Hintergrund
Das Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ von NABU und Land wird gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit Rat und Tat dabei zu unterstützen, Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten. Von 2022 bis 2027 werden jährlich 15 Städte und Gemeinden gefördert. Seit 2016 wandelten 136 Kommunen bereits über 290.000 Quadratmeter naturnah um.

