Sehens- und Erlebenswertes in Igersheim

Burg Neuhaus in Igersheim - Deutschordensburg aus dem 13. Jahrhundert mit Igersheim im Hintergrund
Igersheim mit Burg Neuhaus im Vordergrund

Was Igersheim NICHT hat, das sind Anlegestellen für Kreuzfahrtschiffe oder Skipisten. Aber wir haben einen Bootsverleih an der Tauber und wunderschöne Berghänge mit Panoramaausblicken ins Taubertal. Kein Schloss adelt Igersheim, aber in der Ruine unserer Burg Neuhaus wird das Mittelalter lebendig. Einen teuren Freizeitpark suchen Sie vergebens, aber auf 26 Spiel- und Bolzplätzen sowie einem Skate- und Basketballplatz können Kinder sich herrlich austoben. Auch ohne große Touristenattraktionen ist in Igersheim so vieles sehens- und erlebenswert, dass man hier allemal  glücklich leben und prima Urlaub machen kann! Und zwar günstig und in wunderschöner Umgebung - und zentral gelegen zwischen all den touristischen Highlights der Region wie Wildpark und Solymar Bad Mergentheim, Schloss Weikersheim und vielem mehr. 

Burg Neuhaus Igersheim im winterlichen Abendrot
Burg Neuhaus Igersheim - Ruine im winterlichen Abendrot

Da grüßt von hoch oben auf dem Kitzberg die Burg Neuhaus aus dem 13. Jhdt., deren Ruine an die Glanzzeiten des Deutschen Ordens, aber auch die dunklen Zeiten der Hexenprozesse erinnert. Die imposanten Kirchen - allen voran die neuromanische St. Michaelskirche in Igersheim und die neugotische St. Franziskuskirche Bernsfelden, Kapellen, Feldkreuze und über 50 Bildstöcke bezeugen die Frömmigkeit der Igersheimer in früheren Jahrhunderten und wieviel ihnen ihr Seelenheil wert war. Und im Heimatmuseum und in der Museumsschmiede ist die Vergangenheit (be)greifbar.  

Kulturdenkmale, Kulturlandschaft und ihre Geschichte(n)

Möhlerplatz Igersheim  mit altem und neuem Rathaus
Möhlerplatz Igersheim mit altem und neuem Rathaus

Das Alte und Neue Rathaus am Möhlerplatz und das Kath. Pfarrhaus und überhaupt der 2021 sanierte großzügige Ortskern bringen Alt und Neu in reizvollen Kontrasten zur Geltung. Altes wird - wo dies möglich ist - erhalten und mit modernster Technik saniert zum Hingucker. Nachhaltigkeit ist in Igersheim kein Schlagwort, sondern wird gelebt. 

Getreu dem Logo-Zusatz Igersheims - "mein Lebensmittelpunkt" ist das Sehenswerte deshalb immer mit aktivem Erleben verbunden. So wird in den Museen bewusst zum Be- und Ergreifen der Exponate eingeladen, die Kulturdenkmale sind liebevoll gepflegte Meditations- und Kraftorte auch im Hier und Jetzt. Alles erzählt eine Geschichte. Dabei stößt man auch auf Johann-Adam-Möhler, den großen Theologen und Kirchenrechts Gelehrten, der in Igersheim geboren wurde und auf die sagenhafte Messklinge und und und.

Größter Arbeitgeber Igersheims: die Wittenstein SE im Ortsteil Harthausen
Igersheim-Harthausen, Blick auf die WITTENSTEIN SE (Innovationsfabrik)

Sehenswert sind aber auch neue städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklungen wie die architektonisch hervorragend in die Landschaft eingebettete Wittenstein SE mit ihrem Weltgarten in Harthausen und die neueren Wohngebiete am Altenberg und Kirchberg und in den Ortschaften. Hohen Erlebnis- und Erholungswert hat die Natur in Igersheim - z.B. in den drei Naturschutzgebieten Altenberg, Neuhaus und Lindach sowie entlang der sich durch Igersheim schlängelnden Tauber und auf den zahlreichen Wanderwegen, die auch die Sehenswürdigkeiten vernetzen. 

Weitere Sehenswürdigkeiten warten in den Nachbarkommunen Bad Mergentheim, Weikersheim, Tauberbischofsheim, Wertheim, Rothenburg o.d.T. und Würzburg auf Ihren Besuch. Für Ausflüge dorthin bieten sich Wander-, Rad-, Straßen- und Bahnverbindungen an, denn Igersheim liegt sehr zentral zwischen all diesen Ausflugszielen.

Burg Neuhaus in Igersheim

Ruine der ehemaligen Deutschordensburg Neuhaus in Igersheim
Burgruine Neuhaus in Igersheim - Deutschordensamtssitz über Jahrhunderte

Die eng mit dem Deutschen Orden verbundene Burg Neuhaus ist das geschichtsträchtige Wahrzeichen Igersheims und schon von weitem oben auf dem Kitzberg zu erkennen. Teile der Burganlage sind in Privatbesitz (Staatsdomäne), aber die historische Ruine und Ausgrabungsstätten sind öffentlich zugänglich und lohnen mehr als einen Besuch!

Geschichte der Deutschordensburg Neuhaus

Die Burg Neuhaus wurde vermutlich zu Beginn oder Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. 1282 erstmals urkundlich erwähnt wurde sie als Besitz derer von Hohenlohe-Brauneck.

1300 kommt sie als Lehen zum Bistum Würzburg. 1411, bzw. 1431 erwirbt der Deutsche Orden Amt und Burgschloss Neuhaus. Mit den umliegenden Dörfern Althausen, Apfelbach, Bernsfelden, Harthausen, Igersheim. Markelsheim und Neuses bildet es das "Deutschordensamt Neuhaus".

Während des Bauernkriegs und des Schmalkaldischen Krieges wurde die Burg zerstört und wieder aufgebaut. Im 17. Jahrhundert ist die Burg Schauplatz zahlreicher Hexenprozesse und Hinrichtungen. Ab 1704 diente sie als Wohnung des Amtmanns.

1789 verlegt dieser seinen Dienstsitz nach Igersheim. Ab 1792 wird die Burg nach und nach abgebrochen. 1809 wird der Deutsche Orden aufgelöst. Seither ist die Burg Staatsdomäne des Landes Baden-Württemberg.

Wer mehr zur Geschichte der Deutschordensburg Neuhaus erfahren möchte, dem seien die historischen Burgführung von Heimathistoriker Ulrich Dallmann empfohlen (auch für Gruppen buchbar über die Gemeinde Igersheim) oder der Download des Infoflyers (725 KB) zur Burg Neuhaus.

Historische Burgführungen auf Burg Neuhaus entführen in die faszinierende Geschichte wie
Historische Burgführung auf Burg Neuhaus Igersheim

Burg Neuhaus heute: Staatsdomäne, Pferde und Mittelalterfeste

Mittelalterfeste auf Burg Neuhaus - Taubertalevent im Juni
Mittelalterfest auf Burg Neuhaus jedes Jahr im Juni

Vom heutigen Pächter werden die Wirtschaftsgebäude hauptsächlich zur Pferdezucht genutzt. Von der alten Burg steht noch eine malerische Ruine mit dem Bergfried. Die alten Stallungen wurden vom Land Baden-Württemberg mit erheblichem Aufwand z. T. wieder restauriert.
Das Gebiet um die Burg Neuhaus herum ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, in dem das flächenhafte Naturschutzdenkmal "Wacholderheide" liegt.
Ein Besuch der Burgruine lohnt sich für jeden geschichtlich Interessierten.

Dank des großen ehrenamtlichen Engagements des Vereins "Sport, Pferde und Kultur" auf Burg Neuhaus (Mehr Infos erhalten Sie auf der Homepage des Vereins "SPuK") ist Burg Neuhaus seit Jahren begehrtes Ziel von Mittelalterfans beim großen "Spectaculum et Gaudium" mit Mittelaltermarkt und Ritterturnier im Juni. Aus der ehemaligen Deutschordensburg wurde also ein weithin sichtbares und aktives Zentrum für Pferdeliebhaber und Mittelalterfans.

Beim Aufstieg zur Burg Neuhaus  über den Treppenweg - abgehend vom Radweg Taubertal nach der Tauberbrücke - oder über den Wanderweg IGH-50 (Outdooractive) wird man noch mit einem herrlichen Blick über das mittlere Taubertal entlohnt.

Heimatmuseum Igersheim

Das Igersheimer Heimatmuseum im Kulturhaus - gleich neben der St. Michaelskirche - wird ehrenamtlich vom Heimatverein Messklingenschlapp Igersheim e.V. betrieben. Eingebettet in die Dauerausstellung (Original Schuhmacherwerkstatt, Küche, Wohn- und Schlafbereich der Altvorderen) befassen sich jährliche Sonderausstellungen vor allem mit den alten Handwerksberufen. Weit über 30.000 Besucher konnten in den 20 Jahren seit Bestehen des Heimatmuseums bereits in die Welt der Vorfahren begleitet werden. Aktuell läuft im Museum eine Ausstellung rund um die Kartoffel (902 KB).
Besonders beliebt ist das Bürgerbrotbacken (116 KB) jeden 1. Samstag am historischen Backhäusle am Kulturhaus. Hier können die Teiglinge mitgebracht und dort gemeinsam gebacken werden.
Das Besondere am Igersheimer Heimatmuseum: Anfassen ist erlaubt und währen der Öffnungszeiten geben die Vereinsmitglieder gerne weitere Infos zu den Exponaten. 
Das Museum ist von Ende März bis Ende September jeden 2.und 4. Sonntag von 14 - 17 Uhr geöffnet - und natürlich für Gruppen auf Anfrage. Das Museum im Kulturhaus ist barrierefrei im 3. OG per Aufzug erreichbar.

Heimatmuseum Igersheim - jährliche Sonderausstellungen inmitten der Dauerausstellung
Heimatmuseum Igersheim mit jährlichen Sonderausstellungen

Museumsschmiede Neuses

Museumsschmiede Neuses in Betrieb - für Gruppen buchbar
Museumsschmiede Neuses  - Führungen buchbar beim Heimatverein Messklingenschlapp Igersheim

Die Museumsschmiede im Igersheimer Ortsteil Neuses ist ein Kleinod historischer Schmiedekunst im Taubertal. auf nur 28qm Grundfläche wurde 1830 eine Schmiedewertstatt eingerichtet, aber schon im 16./17. Jahrhundert war hier das Dorfbackhaus mit dem heute noch sichtbaren Backofen. Im 1. Stock über der Schmiede ist die mit Schablonenmalerei verzierte, komplett eingerichtete Schmiedswohnung zu besichtigen.  In über 4000 ehrenamtlich geleisteten Stunden haben Vereinsmitglieder und örtliche Handwerker dieses Schmuckstück fachgerecht restauriert und mit Originalinventar ausgestattet.

Besichtigungen sind nach Anmeldung möglich unter Tel. 07931/45242. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite des Heimatvereins sowie  im Flyer zur Museumsschmiede Neuses (534 KB)

Musemsschmiede Neuses - betreut vom Heimatverein Messklingenschlapp Igersheim.de
Museumsschmiede im Igersheimer Ortsteil Neuses

Kirchen und Kapellen

St. Michaelskirche Igersheim

St. Michaelskirche Igersheim
Kirche St. Michael in Igersheim

Bildstöcke und Feldkreuze

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