Mähfreier Mai – Rückzugsorte für die Natur
Der „Mähfreie Mai“ lädt dazu ein, den Rasenmäher für ein paar Tage stehen zu lassen und der Natur sowie den darin befindlichen Lebewesen Raum sowie Ruhe zu geben.
Was im ersten Moment wie ein Verzicht wirkt, entfaltet allerdings schnell Wirkung – für Artenvielfalt, Klima und das Erleben der Natur. Grünflächen haben verschiedene Funktionen: so bieten sie unter anderem Naherholung für Menschen, dienen als Versicherungsfläche bei Regenwetter und liefern Nahrung sowie einen Lebensraum für Insekten, Vögel und weitere Tiere.
Der Mai ist ein echter Biodiversitätshöhepunkt. Viele Insekten, Vögel und weitere Tiere brauchen in dieser Zeit ausreichend Nahrungsangebote und Rückzugsflächen. Der mähfreie Mai stärkt das Ökosystem Garten und ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Hierbei hilft es bereits, einen bestimmten Bereich nicht zu mähen, sodass der Garten gepflegt ist, die Zugangswege frei sind aber dennoch ein Teil zur biologischen Vielfalt beigetragen und ein Lebensraum für Insekten und Co. geschaffen wird.
Auf Blüh- und Grünstreifen, die erst nach der Blütezeit gemäht werden, haben Tiere und Pflanzen genügend Zeit, sich zu entwickeln und Samen zu bilden. So profitieren insbesondere Bienen, Käfern und Schmetterlinge, da sie ihre Lebenszyklen ungestört vollenden können. Durch weniger Mäheinsatz bleibt die Wiese für zahlreiche Arten attraktiv, was langfristig den Erhalt der biologischen Vielfalt mit Erhalt von Pflanzenarten sowie deren tierischen Begleitern unterstützt.
Machen Sie mit!
In England – der Heimat des intensiv gepflegten Rasens - wurde der mähfreie Mai („no mow may“) eingeführt, um Vögel, Insekten sowie die Natur zu schützen. Oft ist es das persönliche und ästhetische Empfinden, das zum Rasen mähen treibt. Ein ungemähtes Stückchen Rasen kann zeigen, wie schön natürliche Strukturen sein können. Wer bewusst hinschaut, entdeckt bestimmt auch bereits jetzt viele Pflanzen und Tiere, die sich im Garten bereits wohlfühlen.
Im Rahmen der Aktion „Mähfreier Mai“ ruft die Gemeinde Igersheim daher alle Igersheimer Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Lassen Sie gerne Ihren Rasen (oder ein Teil dessen) im Mai unberührt und senden Sie uns anschließend bis Anfang Juni das Ihrer Meinung nach schönste Foto Ihres Gartens zu. Bitte achten Sie darauf, dass keine Personen darauf zu sehen sind. Die Bilder im jpg.-Format können an Klimaschutzmanagerin Hofmann unter klima@igersheim.de gesendet werden. Einige Bilder werden wir in einer der Sommerausgaben des Gemeindeboten veröffentlichen.
Wer über den Mai hinaus Lust hat, in seinem Garten naturnahe Bereiche zu schaffen, ist dazu herzlich eingeladen! Dies ist unter anderem über das Pflanzen heimischer Stauden, das Ergänzen von Insektenhotels oder Steinhaufen und einer selteneren Nutzung des Rasenmähers möglich.
