Gemeinde Igersheim

Seitenbereiche

Navigation

Seiteninhalt

Bericht aus dem Gemeinderat vom 23.06.2016

Aus dem Gemeinderat vom 23.06.2016
Zwischenstand „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ in Harthausen
Im März 2015 hat der Gemeinderat beschlossen, am Programm „Flächen gewinnen durch Innentwicklung“ teilzunehmen, um innerörtliche Potentiale zu nutzen und damit die Innenentwicklung im Ortsteil Harthausen voranzutreiben. Nach der Förder¬bewilligung durch das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur wurde im Herbst 2015 das Büro Klärle aus Schäftersheim beauftragt, das Projekt zu bearbeiten und ein Innenentwicklungskonzept zu erstellen. Hierzu wurden Strukturdaten erhoben, Untersuchungen zur Bevölkerungsentwicklung und Siedlungsentwicklung durch¬geführt, die Bausubstanz, Leerstände und unterschiedliche Nutzungen des Gebäude¬bestandes aufgenommen und kartiert, das Innenentwicklungspotenzial und Bauflächenbedarf gegenübergestellt, Maßnahmenvorschläge für öffentliche und private Vorhaben erarbeitet sowie Neuordnungsvorschläge und Nachverdichtungs-möglichkeiten aufgezeigt. All dies fand statt unter intensiver Bürgerbeteiligung während des gesamten Projektablaufs. Interessierte Grundstückseigentümer wurden und werden im Rahmen des Programms beraten. Am 15.02.2016 fand eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger von Harthausen statt, an der 70 Personen teilnahmen. Im Rahmen einer Fragebogenaktion wurde abgefragt, ob Interesse an privaten Sanierungsmaßnahmen besteht und falls ja, welche Maßnahmen bereits geplant sind. Darauf haben sich 10 Interessenten gemeldet, mit welchen im Laufe der vergangenen Wochen Eigentümergespräche geführt wurden.
Anna Urban und Cornelia Pfeuffer vom Büro Klärle zeigten nun im Rahmen der Gemeinderatssitzung die erarbeitenden Maßnahmen, Entwicklungsvorschläge und Neuordnungsvorschläge im Rahmen einer Präsentation auf. Insgesamt seien doch einige vielversprechende Ansätze dabei, wenn gleich insgesamt gesehen eine noch größere Resonanz erfreulich wäre. Bürgermeister Menikheim sagte hierzu, man sei derzeit erst beim Zwischenbericht angelangt und das auf einige Jahre angelegte Programm laufe jetzt erst so richtig an. Insofern müsse man hier auch etwas Geduld aufbringen, gleichzeitig aber auch beharrlich dran bleiben. Ortsvorsteher Thomas Landwehr wünschte sich im Rahmen der Aussprache ebenfalls eine gute Beteiligung der Bürgerschaft und hofft darauf, dass das erste realisierte Vorhaben die Initialzündung für viele weitere sein möge. Der Ortschaftsrat stehe jedenfalls hinter dem Konzept und befürworte die Innenentwicklung. Die Mitarbeiterinnen des Büros Klärle machten ebenfalls darauf aufmerksam, dass Innenentwicklung Arbeit mache und man beharrlich dran bleiben müsse, um Erfolge erzielen zu können. Gleichwohl sei Innenentwicklung das Gebot der Stunde, denn wenn der Ortskern sterbe, werde es auch den Rändern nicht mehr gut gehen.
Im Herbst 2016 sollen schließlich die Projektergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Interessenten können sich jederzeit beim Ortsvorsteher, der Gemeindeverwaltung oder beim Büro Klärle melden und sich dort informieren oder beraten lassen.
                                                          
Sachbericht des BürgerNetzWerks (BNW)
Im jährlichen Sachbericht des BürgerNetzWerks konnte die Koordinatorin Ingrid Kaufmann-Kreußer aufzeigen, dass neben der intensiven Mitwirkung bei der Er-stellung des Bilanzierungsaudits „Familiengerechte Kommune“ die Schwerpunkte des im BNW gebündelten bürgerschaftlichen Engagements 2015/16 im Bereich Flüchtlingsarbeit und in Förderprojekten zur Stärkung von Vereinsvorständen sowie der Beteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte lagen.
Die Flüchtlingsarbeit war gekennzeichnet durch und ein enormes Maß an freiwilligem Engagement der Einwohner und hohe Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung. Viele Freiwilligenjobs und Ehrenämter in der Flüchtlings- u. Integrationsarbeit sind neu entstanden und zu weiteren starken Netzwerken verbunden worden. Mit dem Wechsel in die Kommunale Anschlussunterbringung steigt der Unterstützungsbedarf für Flüchtlinge mit Bleiberecht nochmals deutlich an. Der Arbeitskreis „Miteinander in Igersheim“ unter Leitung von Winfried Weber sucht deshalb  immer wieder neue Freiwillige für die Flüchtlings- und Integrationsarbeit.
Um all die in der Flüchtlingsarbeit anstehenden Aufgaben erfüllen zu können, wurde das haupt- und ehrenamtliche Engagement in einigen BNW-Projekten und Arbeitskreisen (z.B. Wel(l)come @ Igersheim, Familienpaten-Projekt, Neukonzeption Alte Kinderspiele XXL) reduziert. Sobald die erhoffte Unterstützung durch eine/n Integrationsbeauftragte/n und eine BUFDI einsetzt, können diese Projekte wieder intensiver begleitet und vor allem die in der Audit-Zielvereinbarung geplanten neuen Projekte und Maßnahmen umgesetzt werden. 
Das Igersheimer Förderprojekt „Wir für uns- mit Igersheimer Vereinen in die Zukunft“  im Förderprogrammen „Engagement braucht Leadership“ der Robert Bosch Stiftung brachte den Vorständen von 6 Vereinen und dem BNW wertvolle Impulse. 16 Treffen mit Experten haben zu sichtbaren Veränderungen  geführt (z.B. www.igersheim-aktiv.de und Vereins-Webseiten). Vorstandsarbeit kann bei richtiger Struktur, Auf¬gaben¬teilung und einem guten Miteinander attraktiv und gut leistbar sein – die Vorstände der teilnehmenden Vereinen können das Gelernte und gemeinsam Erarbeitete nun in ihren Vereinen umsetzen und an der öffentlichen Abschluss¬veranstaltung am 24. September aufzeigen.
Im Förderprojekt „Kennenlernen-Mitgestalten“ (Förderprogramm „Teamwork gefragt“ der Allianz für Beteiligung) mussten die BNW’ler trotz intensiver Arbeit und Expertenbegleitung erkennen, dass es nicht einfach ist, Migranten (die z.T. schon seit vielen Jahren oder gar einigen Jahrezehnten in Igersheim leben) und Einheimische für die gemeinsame Gestaltung des Gemeindelebens zu gewinnen. Nur sehr vereinzelt bringen Menschen mit Migrationsgeschichte sich bislang in Igersheim (gesellschafts)politisch ein. Ein von der Steuerungsgruppe unter Leitung von Swetlana Hein-Popow gestalteter und in alle Haushalte verteilter Flyer „Miteinander in Igersheim“ lädt zu Begegnung ein  –  der Basis für jede Form von Miteinander. Auch nach Abschluss des Förderprojekts in den nächsten Jahren muss noch viel geschehen, damit Einheimische und Migranten die Gemeinde bewusst zusammen gestalten und aus einem Nebeneinander verschiedener Kulturen ein Miteinander wird. Das Ziel eines kommunalen Integrationskonzepts ist in der Audit-Zielvereinbarung formuliert.
Neben Kinderkleiderbörsen, Hallenflohmarkt, Igersheimer Impulsen und anderen Aktivitäten war das 2. Gutscheine-Heft für Ehrenamtliche das größte Gemein-schaftsprojekt des BNW im Jahr 2015. Mit den von 60 Anbietern gespendeten 310 Gutscheinen konnte über 220 Ehrenamtlichen in Vereinen, Schule, Kirche, BNW, usw. eine Freude gemacht werden. Die Ideenvielfalt und Großzügigkeit von Firmen, Vereinen und Bürgern, mit denen sie ihren Dank an die Ehrenamtlichen ausdrücken, macht dieses Gutscheine-Heft so einzigartig und attraktiv. Das nächste Gutscheine-Heft ist 2017 geplant.
Viele der in den Bürgerworkshops von „Audit“ und „Zukunftsstadt“ erarbeiteten Ziele und Maßnahmen können nur mit bürgerschaftlichem Engagement erreicht werden. Ein Schwerpunkt der BNW-Arbeit in den nächsten 3 Jahren wird deshalb die Organisation von Bürgerengagement zur Umsetzung der Maßnahmen der Ziel¬ver-ein¬barung sein – z.B. „Igersheim – ein Ort für alle!“, „Vereinbarkeit von Familie/ Beruf/ Pflege/Ehrenamt“, „Alleinerziehenden-Netzwerk“, „Wel(l)come@Igersheim“, usw.
Zu dem zentralen Handlungsfeld „Vereinbarkeit von Familie, Beruf, Pflege und Engagement“ aus dem Audit wird das BNW in den nächsten 2 Jahren verstärkt die Bürger und die Wirtschaft zur Mitgestaltung einladen. Welche Rahmenbedingungen braucht’s, damit alle - auch Berufstätige mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen - unsere Gesellschaft mitgestalten können?
Der Gemeinderat nahm den Sachbericht des BürgerNetzWerks zustimmend zur Kenntnis und dankte den Ehrenamtlichen für deren vielfältiges und großes Engagement, das unsere Gemeinde – neben dem traditionellen Engagement in Vereinen und Kirchen - prägt und auszeichnet. Die Wertschätzung dieses bürger-schaftlichen Engagements drückt die Gemeinde gerne durch hauptamtliche Unter-stützung aus – neben der BNW-Koordinatorin soll künftig auch die nun geplante Stelle eine/n Integrationsbeauftragte/n und eine BUFDI für die Flüchtlingsbetreuung die wertvolle Arbeit der Ehrenamtlichen erleichtern und unterstützen.

Elternbeiträge für die Kindertagesstätten werden angepasst
Einstimmig beschloss der Gemeinderat für das Kindergartenjahr 2016/2017 eine Erhöhung der Elternbeiträge für die kommunalen Kindergärten und Kinderkrippen und folgte damit der katholischen Kirche, deren Kirchengemeinderat die Erhöhung bereits zuvor beschlossen hatte. Die Beiträge stellen sich demnach im kommenden Kindergartenjahr wie folgt dar:
 
 NEU für 2016 / 2017 Bisher: 2015 / 2016
für ein Kind aus einer Familie
mit einem Kind unter 18 Jahren 103,00 Euro 100,00 Euro
für ein Kind aus einer Familie
mit zwei Kindern unter 18 Jahren  78,00 Euro 76,00 Euro
für ein Kind aus einer Familie
mit drei Kindern unter 18 Jahren  52,00 Euro 50,00 Euro
für ein Kind aus einer Familie
mit vier und mehr Kindern unter 18 Jahren  17,00 Euro
16,00 Euro
Zuschlag für 2-jährige Kinder (Krippe oder altersgemischte Kindergartengruppe)  50,00 Euro 50,00 Euro
Zuschlag für die Ganztagesbetreuung der Klein- und Kindergartenkinder ab 2 Jahren  80,00 Euro 80,00 Euro
Zuschlag für 1-jährige Kinder 150,00 Euro 150,00 Euro
Zuschlag für eine siebenstündige Betreuung im Rahmen der verlängerten Öffnungszeiten  25,00 Euro --
Bei den Monatsbeiträgen handelt es sich um Beträge, die jeweils für 12 Monate erhoben werden.
Verwaltung und Gemeinderat waren sich einig in der Einschätzung, dass das Betreuungsangebot in Igersheim in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert

wurde und ein sehr hohes Niveau erreicht hat. Insgesamt verfügt Igersheim über qualitativ sehr gute Kinderbetreuungseinrichtungen und eine große Vielfalt. Es sind Plätze in

 ausreichender Anzahl vorhanden und das Angebot ist bedarfsgerecht. Bei allen Bemühungen um ein qualitativ und quantitativ gutes Angebot sei allerdings auch auf eine wirtschaftliche

Betriebsführung zu achten, wozu auch ein ange-messener Elternbeitrag gehöre. Insgesamt wird in den Kindertageseinrichtungen ein Kostendeckungsbeitrag in Höhe von 16,6 % erreicht, der

über den Elternbeitrag eingenommen wird. Somit kommen über 83 % der Betriebsausgaben aus Steuer-geldern der Gemeinde Igersheim und des Landes Baden-Württemberg. Allein der

ungedeckte Aufwand der Gemeinde für alle Kindertageseinrichtungen beträgt rund 900.000 Euro im Jahr

Bausachen
Einem Bauvorhaben zum Ausbau des Dachgeschosses und der Errichtung von Dachgauben sowie eines Balkonanbaus an einem Wohnhaus in der Cronbergstraße in Igersheim stimmte der Gemeinderat

 einstimmig zu und erteilte das gemeindliche Einvernehmen.
Die Gemeinderatssitzung wurde anschließend nicht öffentlich fortgesetzt.
Die nächste Gemeinderatssitzung findet voraussichtlich am Donnerstag, 21.07.2016 statt.

Weitere Informationen

Hinweis

Die Inhalte werden von der Gemeinde Igersheim gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an die Gemeinde Igersheim wenden.