
Die Burg Neuhaus wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. 1281 erstmals urkundlich erwähnt, befindet sie sich im Besitz derer von Hohenlohe Brauneck.
1320 kommt sie als Lehen zum Bistum Würzburg und bildet mit den umliegenden Dörfern Althausen, Apfelbach, Bernsfelden, Harthausen, Igersheim. Markelsheim und Neuses das "Deutschordensamt Neuhaus". Während des Bauernkriegs und des Schmalkaldischen Krieges wurde die Burg zerstört und wieder aufgebaut. Im 17. Jahrhundert ist die Burg Schauplatz zahlreicher Hexenprozesse und Hinrichtungen. Ab 1704 diente sie als Wohnung des Amtmanns.

1789 verlegt dieser seinen Dienstsitz nach Igersheim. Ab 1792 wird die Burg nach und nach abgebrochen. 1809 wird der Deutsche Orden aufgelöst. Seither ist die Burg Staatsdomäne.
Vom heutigen Pächter werden die Wirtschaftsgebäude hauptsächlich
zur Pferdezucht genutzt. Von der alten Burg steht noch eine malerische Ruine
mit dem Bergfried. Die alten Stallungen wurden vom Land Baden-Württemberg
mit erheblichem Aufwand z. T. wieder restauriert.
Das Gebiet um die Burg Neuhaus herum ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen,
in dem das flächenhafte Naturschutzdenkmal "Wacholderheide" liegt.
Ein Besuch der Burgruine lohnt sich für jeden geschichtlich Interessierten.
Dank des großen ehrenamtlichen Engagements des Vereins "Sport, Pferde
und Kultur" auf Burg Neuhaus (http://www.s-p-u-k.de)
ist Burg Neuhaus seit Jahren begehrtes Ziel von Mittelalterfans beim großen
"Spectaculum et Gaudium" mit Mittelaltermarkt und Ritterturnier im
Juni, sowie beim Burg-Neuhaus Open-Air mit außergewöhnlichen Musikgruppen
im Juli. Aus der ehemaligen Deutschordensburg wurde also ein weithin sichtbares
und aktives Zentrum für Pferdeliebhaber und Kulturbegeisterte.
Beim Aufstieg zur Burg Neuhaus wird man noch mit einem herrlichen Blick über das mittlere Taubertal entlohnt - holen Sie sich doch einen kleinen Vorgeschmack mit unserer Diaschau!
Burgen sämtlicher Länder wurden hier zusammengefasst und aufgezählt.

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